Whistleblower-Schutz?
Im Tagblatt vom 26. Januar 2012 wird unter der Rubrik
„Zur Sache"
das Vorgehen des Thurgauer SVP-Kantonsrates Hermann Lei in der
Affäre Hildebrand erneut kritisiert und die Ansicht vertreten, Lei
hätte die heiklen Bankdaten der Bank Sarasin oder dem Bankrat
übergeben sollen.
Auf derselben Seite wird unter dem Stichwort
LEXIKON: „Whistleblower"
erklärt, dass auf Bundesebene die Eidgenössische Finanzkontrolle für
Hinweise auf Unregelmässigkeiten und auf Missstände zuständig sei.
Das Ganze zeugt entweder von grenzenloser Naivität oder einem
bedenklichen Zynismus.
Die genannten Institutionen waren nämlich
beteiligt, als dem zwischenzeitlich zurückgetretenen SNB-Chef vor
Weihnachten vorschnell ein Persilschein ausgestellt bzw. ein
Heiligenschein aufgesetzt wurde!
Karin Thurnheer