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SVP Kanton St.Gallen
Leserbrief
 
von Verena Frick, Salez - Februar 2012

 
Atomfrei Leben?

Dank Forcierung der Erneuerbaren und einer Revolution bei der Energieeffizienz soll die Energiewende gelingen. Weder ist die Schweiz ein günstiger Wind- noch ein typischer Sonnen-Standort, somit fallen diese zwei Komponenten als Ersatz für die Kernenergie weg. Mit Öl, Gas oder Kohle können wir die Klimaziele vergessen. Die atomfreie Energiegewinnung scheint mir in der rohstoffarmen Schweiz je länger je mehr eine Utopie.

Nun will auch die Axpo ihre Milliarden im Ausland verlochen um im europäischen Energie-Monopoly mitzumischen. So will ihr CEO, Heinz Karrer, den Produktionspark flexibilisieren, was bedeutet billigen Schweizer Strom ins Ausland zu verhökern bis es keinen mehr hat! Milliardenverluste wie bei der Swisscom mit Fastweb lassen grüssen. Somit gibt man die Versorgungssicherheit der Schweiz fahrlässig preis und macht uns erst noch erpressbar und abhängig. Es ist illusorisch anzunehmen, dass bei Strommangel Frankreich zugunsten der Schweiz seine Bevölkerung frieren lässt oder die Deutschen ihre Industrie stilllegen damit wir Gas haben! Dies wird auch mit dem neuen EU-Energieabkommen nicht anders.

Und wer wie die Mehrheit im Kantonsrat aber auch der Regierung meint, mit jährlich wiederkehrenden Ausgaben für ein Energieinstitut und Fördergelder für Erneuerbare die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, der verschliesst sich vor der Realität. Insbesondere dann, wenn ein riesiges strukturelles Staatsdefizit von 300 Mio. jährlich herrscht und man über jeden noch so kleinen Sparbeitrag froh ist. Nationalbank sei Dank, fehlen uns allein von ihr 60 Mio. an Einnahmen weil Vettern- und Miss-Wirtschaft wie in der SVA herrschen! Oder haben der Gewerkschafter im Nationalbankrat, Daniel Lampart & CO, ihre Spekulationsgewinne mit Insiderwissen schon veröffentlicht?

Mit gezielter Förderung des lokalen Gewerbes wird ein Energieinstitut überflüssig. Da Energie erst bei einer Umsetzung gespart wird und unser Gewerbe hier seinen Beitrag zur einer effizienten Gesellschaft leistet, muss hier gefördert werden und kein schwerfälliger und zentralistischer Moloch. Würde man allen Strom mit der Kostenstruktur der Erneuerbaren produzieren, wäre Strom so teuer, dass wir gleich Energiebezugsmarken abgeben können wie in einer Mangelwirtschaft. Wer aber weiterhin für Livestyle und eine leistungsfähige, Schweizer Stromwirtschaft ist wählt SVP.

Verena Frick, Kantonsrätin, Salez

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