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EU, EU, EU!
Das Schweizer Volk will nicht in die EU. Nie
hat es der Politik den Auftrag gegeben, sich institutionell zu
„integrieren“. Den Bundesrat, viele Parteien, Politiker, Diplomaten
und Bürokraten interessiert das kaum. So will uns die SP-Bundesrätin
Micheline Calmy-Rey lieber heute als erst morgen in die EU treiben.
Die FDP-Nationalrätin Christa Markwalder ist Präsidentin der „NEBS,
neue europäische Bewegung“. Das Ziel der Organisation? Der
EU-Beitritt.
Ähnlich wie Noch-SP-Bundesrat Leuenberger sagte
SP-Fraktions-Chefin Ursula Wyss am 1. August: „Gegen Isolation hilft
einzig der Beitritt zur EU!“ Was macht die Regierung derweil? Pause.
Doch nach ihren Sommerferien gehen die Bundesräte in Klausur. Um
darüber nachzudenken, wie sie die Schweiz besser in Europa
„integrieren“ können!
Wie beurteilt Professor Dieter Freiburghaus die
aktuelle Aussenpolitik von Regierung und Verwaltung? Der
Europa-Experte sagt im „Tages-Anzeiger“: „Ich habe etwas den
Eindruck, die Schweiz verkommt langsam zum globalen Dorftrottel. Wir
brauchen wieder mehr aussenpolitische und wirtschaftliche
Intelligenz.“
EU will Milliarden
Schlimm steht es nicht nur um unsere
politischen Eliten sondern auch um den Euro. Die Währung ist am
Boden. Die finanzielle Lage vieler EU-Staaten ist hoffnungslos.
Deshalb üben sich europäische Politiker täglich darin, aus der
Schweiz Milliarden herauszupressen. Auf alle möglichen und
unmöglichen Arten.
Wir Schweizer, insbesondere die grenznahen
Rheintaler, haben ein gutes Gespür für internationale Abläufe und
Zusammenhänge. Darum entgehen uns die Fehler von Staaten und gerne
grossen Polit-Funktionären nicht. Auch deshalb kommt für uns der
EU-Beitritt nicht in Frage.
Die Euro-Turbos sehen es anders: Nicht einmal
aus den 14 Milliarden Währungsverlust der Nationalbank wollen sie
ihre Lehren ziehen. Wie kam es zu einem solchen Minus? Die
Nationalbanker hatten solides Gold durch kranke Devisen ersetzt.
Mittlerweile lagern für 160 Millionen Franken Euro in deren Büchern
und Tresoren! Die Hälfte davon wurden in den letzten drei Monaten
gekauft. Naiv glaubte man, damit den Euro zu stützen. Die
Wirklichkeit sieht anders aus.
EU-Beitritt in Parteiprogrammen
Realität ist auch, dass das Ziel EU-Beitritt
noch immer im Parteiprogramm der FDP steht. Und, logischerweise, in
demjenigen der SP. Mehr noch: Das devote Beitrittsschreiben des
Bundesrates liegt seit mehr als 18 Jahren in Brüssel. Für all die
anschlussfreudigen Politiker ist das Volk, das nicht in die EU will,
ein Dorn im Auge.
Es ist an der Zeit, den Schweizerinnen und
Schweizern die „EU-Frage“ klipp und klar zu stellen. Bundesrat und
Bürokraten haben sich dann, ohne Wenn und Aber, im Sinne der Bürger
zu verhalten. Und mit Brüssel endlich so zu verhandeln, wie es dem
Auftrag des Volkes entspricht.
Roland Rino Büchel, Nationalrat SVP, Oberriet |