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SVP Kanton St.Gallen
Leserbrief
 
von Mirco Rossi, Weite   - September 2010

 

Kein Geld für den FC St.Gallen

Es ist schockierend, dass die Kantons-Regierung des Kantons entschlossen ist, dem FC St. Gallen einen Rettungsschirm über 4 Millionen Steuerfranken umzuschnallen und diese Haltung auch gegenüber dem Kantonsrat vertritt. Der Kanton St.Gallen hat sich um die zentralen Aufgaben wie Bildung, Gesundheit, Infrastruktur und Sicherheit zu kümmern, nicht um die Rettung eines gestrandeten Fussballclubs. Wobei zu erwähnen ist, dass der FC St. Gallen den Steuerzahler gerade in punkto Sicherheit und Polizei bereits jetzt schon enorm und über die Grenzen des Zumutbaren hinaus belastet.

Es geht doch ganz einfach nicht an, dass neben der kantonal bereits total ausgewucherten Kulturfinanzierung (Klanghaus, Lokremise, Bibliothek, um nur ein paar wenige zu nennen) nun auch die Rettung maroder und finanziell zugrunde gerichteter Fussballclubs hinzu kommen soll. Das Signal, welches mit dieser unsagbaren Unterstützung gesendet würde ist ein Klares, jedoch ist es auch ebenso klar das Falsche!

Dem ersten Club folgt der zweite. Das kommt so sicher wie das „Amen“ in der Kirche. So hat sich bereits vorsorglich der FC Wil beim Kanton gemeldet und macht ebenfalls das „hohle Händchen“. Und sollte der FC St.Gallen die gewünschte Unterstützung erhalten, wird auch der FC Wil seinen Anspruch auf Steuergelder erheben. Ich könnte es ihm noch nicht einmal verübeln, denn noch immer gilt: Gleiches Recht für alle.

Unser Kanton hat sich auf seine Kerngeschäfte zu konzentrieren und klar zu trennen zwischen dem Nötigen und dem Wünschbaren. Und zum Nötigen gehört es nun halt ganz einfach nicht, defizitäre Clubs aus dem Morast zu ziehen mit dem Geld der öffentlichen Hand. Der Kanton täte gut daran, sich endlich um die Dinge zu kümmern, die wichtiger sind – denn dort gibt es noch mehr als genug zu tun!

Mirco Rossi, Hauptstrasse 50, 9476 Weite