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Speditive
Junisession im Sinne der SVP
Vize-Ratspräsidium für SVP
Die SVP nimmt mit grosser Freude zur Kenntnis, dass
ihr Mitglied, Kantonsrat Karl Güntzel, Rechtsanwalt,
St.Gallen, zum Vizepräsidenten des Kantonsrats für
2010/2011 gewählt wurde und gratuliert Karl Güntzel
herzlich. Damit besetzt die SVP, welche mit
Elisabeth Schnider die Präsidentin des Kantonsrats
für die Amtsperiode 2009/2010 stellte, bereits zum
zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren das
Vizepräsidium.
Neue Verwaltungsrichterin
Auf Vorschlag der SVP wählte der Kantonsrat Silvia
Bietenharder-Künzle (Jona) zur ordentlichen
Richterin am Verwaltungsgericht.
Rechnung 2009
Die SVP-Fraktion hat die St.Galler Staatsrechnung
2009 genehmigt. Diese schliesst mit einem Überschuss
von rund 57 Millionen Franken ab, darin enthalten
sind aber Eigenkapitalbezüge von über 51 Mio.
Franken. Die Gründe für die schwarze Null sind aber
nicht wirklich das Verdienst der Regierung. Vielmehr
hat der Finanzausgleich innerhalb des Kantons die
Rechnung weniger belastet als erwartet und die
Rechnungsergebnisse der Gemeinden sind besser
ausgefallen und die Erträge sowohl aus der direkten
Bundessteuer wie auch der Verrechnungssteuer waren
höher als erwartet.
Die finanzpolitischen Aussichten sind düster, denn
die aktuell wirtschaftlich schwierige Lage wird
einen Rückgang der Steuereinnahmen verursachen.
Somit wird es zwingend notwendig, dass die Regierung
eine konsequente Verzichtsplanung vornimmt, nicht
zuletzt da der Kanton in Wirklichkeit ein
strukturelles Defizit aufweist.
Melioration Linthebene
Die SVP unterstützte grossmehrheitlich den Beitritt
des Kantons zur interkantonalen Vereinbarung zur
Melioration der Linthebene.
Obwohl man zur vorgesehenen Finanzierung der
Linthebene-Melioration durchaus geteilter Meinung
sein kann, insbesondere aus Sicht der
Landwirtschaft, erachtet die Fraktion das
ausgewählte Finanzierungsmodell als akzeptablen
Kompromiss.
Asylwesen in einem einzigen Departement
zusammengefasst
Der Kantonsrat stimmte einem parlamentarischen
Vorstoss der SVP zu, sämtliche Bereiche, die sich
mit Fragen des Asylwesens beschäftigen, im
Sicherheits- und Justizdepartements (SJD) zu
vereinigen. Bisher teilten sich das Departement des
Innern und das SJD diese Aufgaben, was zu unnötigen
Doppelspurigkeiten führte.
Verbessertes Bürgerrechtsgesetz
Die SVP-Fraktion unterstützte auch in zweiter Lesung
die Neufassung des kantonalen Bürgerrechtsgesetzes.
Mit der Heraufsetzung der Wohnsitzpflicht im Kanton
auf 8 Jahre, davon 4 Jahre ununterbrochen in der
betreffenden politischen Gemeinde sowie der Pflicht
zur ausdrücklichen Bekundung in Bezug auf die
Respektierung der schweizerischen Grundwerte soll
sichergestellt werden, dass der Voraussetzung der
Integration bei den Einbürgerungskandidatinnen und
-kandidaten vermehrt Nachdruck verliehen wird.
Einführungsgesetz zur Schweizerischen Straf- und
Jugendstrafprozessordnung
Die SVP-Fraktion bedauert, dass der Kantonsrat auf
seinen Entscheid zurückgekommen ist und offenbar auf
Druck der Regierung darauf verzichtet, die leitenden
Staatsanwälte, welche die Geschäftsleitung der
Staatsanwaltschaft bilden, wählen zu können. Damit
hat sich der Kantonsrat nicht nur selbst geschwächt,
sondern Tür und Tor geöffnet für intransparente
Auswahlverfahren.
Parlamentarische Vorstösse der SVP
Die SVP-Fraktion reichte in der Junisession eine
Reihe von Vorstössen ein, darunter Motionen, welche
die Rolle des Kantonsrates bei der Wahl des
Verwaltungsrates der St.Gallisch-Appenzellischen
Kraftwerke, der Verwaltungskommission der
Gebäudeversicherungsanstalt und der
Sozialversicherungsanstalt stärkt. Im Weiteren
verlangt die Fraktion mittels Interpellationen
Auskunft von der Regierung zur Überlastung und dem
möglichen Ausbau der Oberlandautobahn A53, der
Situation von abgewiesenen Asylsuchenden, welche
Nothilfe beziehen und zur Haltung der Regierung
bezügilch der internationalen Zusammenarbeit in
Steuersachen. In einem Postulat verlangt die SVP
schliesslich Vorschläge der Regierung, wie sie
gedenkt, die stetig zunehmenden Informatikkosten
besser in den Griff zu bekommen.
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