veröffentlicht am Mittwoch, 19.04.2017


Das Kaltbrunner Riet liegt wie eine Insel im Landwirtschaftsgebiet der Linthebene. Es ist der letzte Überrest der Sümpfe, die einst das Gebiet zwischen Walensee und Zürichsee prägten. Als Flachmoor, Amphibienlaichgebiet  und Zugvogelgebiet hat es nationale, als Ramsar-Schutzgebiet sogar internationale Bedeutung. Heute umfassen die Kerngebiete des Schutzgebiets mit Möventeich, Entensee und Zweiersee eine Fläche von rund 50 Hektaren.

In den letzten Jahren wurden im Kaltbrunner Riet und seiner unmittelbaren Umgebung mehr als 217 Vogelarten beobachtet. Dieses ornithologische Paradies ist nun durch die Energiestrategie 2050 bedroht. Stimmt das Volk der Vorlage am 21. Mai zu, drohen Windräderparks in der Linthebene, die in Deutschland als regelrechte Vogelschredder -insbesondere für Milan und Falke- aufgefallen sind. Den Zugvögeln werden beispielsweise von den Rotoren die Flügel abgeschlagen und diese verenden elendiglich. Von den Windkraftanlagen getötet werden aber nicht nur Vögel: Auch Fledermäuse, die in ihrem Umfeld jagen, verenden mit Sicherheit – selbst wenn sie keinen direkten Kontakt mit den Rotorblättern hatten. Vor allem an den Enden der Rotorblätter ist der Druckunterschied so gross, dass die Tiere ein Barotrauma erleiden und daran sterben. Die Geschwindigkeit an den Blattspitzen ist umso höher, je länger die Flügel sind. Bei grösseren Anlagen können bis zu 300 Kilometer pro Stunde erreicht werden – das zerfetzt jeden Vogel, der den Anlagen zu nahekommt.

Weitere analoge Beispiele gibt es auch aus der Fischwelt mit Turbinen. Jeder einzelne, welcher diese Art von Stromerzeugung unterstützt, ist mitschuldig an der bestialischen Massenabschlachtung unserer Tierwelt. Wer dies nicht will und auf eine sichere, günstige und CO2 freie Energieversorgung setzt, sagt am 21. Mai NEIN zur mörderischen Energiestrategie 2050.

Alle Aktuellbeiträge